24h von Le Mans 2007

Was Verbindet man mit dem 24 Stundenrennen von Le Mans?
Den schon legendären Ausspruch ?Gentlemen start your engine?, Fahrer welche auf die gegenüberliegende Straßenseite zu ihren Rennwagen sprinten, quietschende Reifen, dröhnende Motoren und den Geruch von Benzin und heissen Bremsen .
Kaum Einer verbindet damit aber ein Inlinerennen welches ebenfalls auf dieser legendären Rennstrecke stattfindet und welches doch einige Ähnlichkeiten mit dem ursprünglichen 24h-Rennen hat.

Beprechung der Renntaktik im Vorfeld. In welcher Reihenfolge sollen die 10 Teammitglieder skaten, was sind die besten Wechselintervalle, wann und wie groß soll die Ruhepause sein. Wer skatet besser in der Nacht und wer am Tage, wer sprintet im Qualifying, wer macht den Start- und wer den Schlussläufer? Viele Fragen die zu einigen Diskussionen führen und letztendlich doch festgelegt werden müssen.
Die Startaufstellung der kapp 600 Teams wird durch einen 400m Sprint ermittelt. Das Team mit dem schnellsten Sprinter startet direkt an der Startlinie, das langsamste Team 300 m davon entfernt. Die Skates sind auf der gegenüber liegenden Seite aufgereiht. Der Startläufer jedes Teams rennt mit dem Startschuss barfuss oder in Socken über die Strasse, zieht so schnell als möglich die Skates an und es beginnt ein Staffellauf welcher erst 24 Stunden später enden wird.

Mit dem Startschuss entwickelt sich eine pure Rennatmosphäre. Adrenalin jagt nicht nur durch die Adern man kann es förmlich riechen. Die Rundenzeiten jedes Einzelnen werden mit der Stoppuhr ermittelt, akribisch im Rennbuch notiert, die erwartete Ankunftszeit des Teammitgliedes im Minutentakt angekündigt. Der Rückstand zum vor uns liegenden Team und der Vorsprung zum hinter uns liegenden Team werden stündlich von der großen Anzeigetafel abgelesen. Jedes mal beim Staffelwechsel die prüfenden Blicke des Teamkollegen welcher gerade Pause hat, ist der Chip dran und der Helm auf? In der Masse der Skater taucht dann der Teamkollege auf, ein kurzer Zuruf oder Wink, der Nächste sprintet los, der Staffelstab wird übergeben und er entschwindet Richtung Dunlopbrücke aus dem Blickfeld. Eine Prozedur die sich nun für die nächsten 24 Stunden alle 7 bis 8 Minuten wiederholen wird.
Bei 600 Teams und knapp 6000 Teilnehmer herrscht nicht nur in der Wechselzone sondern auch im Boxenbereich ein emsiges Treiben. Rollen werden gewechselt, Lager gereinigt und neu geölt, Beine und Rücken werden massiert. Einige fahren sich auf Standfahrrädern für die nächste Runde warm, andere wiederum ruhen sich in mitgebrachten Hängematten aus, die wie Schwalbennester an den Boxenwänden kleben.
Mit fortschreitender Renndauer kommt dann immer mehr Routine in die Staffelwechsel.
Hecktische Aktionen gibt es jetzt nur noch, wenn ein Skater seinen Wechselpartner nicht findet oder der Stab zu Boden fällt.
Auch der Nachts einsetzende Regen führt zu neue Betriebsamkeit. Schlechter werdender Grip veranlasst viele zum Wechsel auf Regenrollen und einsprühen der Lager mit WD40.
Die letzten 4 Stunden ziehen dann nur noch wie in Zeitlupe vorbei. Der Körper ist müde, die Pausen haben kaum Erholung gebracht, was sind schon 2 oder 3 Stunden Schlaf bei der Anstrengung die hinter einem liegt. Der Dunlophügel fühlt sich von Runde zu Runde steiler und höher an. Das ersehnte Rennende rückt immer näher. Die letzten Kraftreserven werden mobilisiert, die letzte eigene Runde herbeigesehnt.
Die Rennatmosphäre steigert sich dann die letzten 20 Minuten nochmals. Die Boxengassen sind nun geschlossen, kein Wechsel ist mehr erlaubt. Alle Teammitglieder und Betreuer stehen auf der Boxenmauer und den Tribünen und treiben die Skater unter tosenden Beifall in ihre letzten Runden. Die letzten 10 Sekunden des Rennens werden aus 6000 Kehlen lautstark heruntergezählt. Ein um die andere Laolawellen begleitet die letzten Skater nun ins Ziel. Endorphine breiten sich aus und lassen die Schmerzen und Qualen schnell vergessen, zumal wir unser gestecktes Ziel übertroffen hatten. Im Klassement der Veteranen (Alter über 35) hatten wir uns einen Platz auf dem Treppchen ausgerechnet. Daß daraus dann der 1. Platz und der 8. Platz in der Gesamtwertung wurde hatte vielleicht der Eine oder Andere von uns erträumt aber sicher nicht wirklich erwartet.

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Stand: 1.8.2014