Bericht Mittelrhein-Marathon 2014

 

Am 18. Mai 2014 war es einmal wieder soweit – der 10. Mittelrhein-Marathon lud auch die Skater wieder auf „die längste Zielgerade der Welt“. So zog es auch mich ab dem frühen Sonntagmorgen wieder nach Koblenz, um im dritten Anlauf endlich den Fluch vom Mittelrhein zu überwinden - nachdem Fußschmerzen vor zwei Jahren und Dauerregen sowie Kühlschranktemperaturen besseres vereitelten.

 

Später als geplant stand ich auf und habe daher nur noch schnell alle benötigten Utensilien eingepackt, um mich auf den Weg zum Bahnhof zu machen. Guter Dinge betrat ich den bereits bereitgestellten Zug – um dann erstmal über eine Stunde drinzusitzen, bevor die Reise nach Koblenz mit ungefähr einer Dreiviertelstunde Verspätung begann. Nach gut zweieinhalbstündiger Fahrt, während derer sich der Himmel über uns in veränderter Bewölkung zeigte und ich mich um den Umbau meiner Skates kümmern konnte, erreichte der IC kurz vor elf Uhr endlich den Koblenzer Hauptbahnhof. Ich machte mich also auf den Weg zur Startnummernausgabe, die in diesem Jahr im Hof der Diesterwegschule stattfand. Nachdem die Formalitäten erledigt waren und ich noch ein paar unserer Werbezettel auslegen durfte, also zurück Richtung Bahnhof und in einem Ecklokal, in bzw. vor dem sich naturgemäß einige Skaterkollegen, zum Teil auch aus unseren Gefilden, eingefunden hatten, erstmal Mittagessen.

 

Pünktlicher als es die Bundesbahn üblicherweise erlaubt setzte sich unser Sonderzug nach Bad Salzig um 13 Uhr 20 in Bewegung und brachte uns sogar überpünktlich an den Zielbahnhof. Zwischen Ankunft, Kleiderbeutelabgabe und Einfahren traf ich dann auch erstmalig an diesem Tag Tilman und Daniel – was auch das einzige Mal bis zur Zielverpflegung sein sollte.

 

Mit immer noch gemischten Gefühlen fand ich mich nach der Startaufstellung im „Hauptfeld“ des Starterpulks von450 Skaterinnen und Skatern. Dementsprechend gemächlich also der Start, sodaß sich meine Bruttozeit schon mal um 16 Sekunden verschlechterte.

 

Vor uns lagen nun also ca. 41 km Gesamtstrecke und erstmal die beiden „Startrunden“ nach Hirzenach und zurück nach Bad Salzig, die sich insbesondere auch durch die Spitzkehre hinauf auf die Bahnüberführung am Ortsrand von Hirzenach auszeichnen. Auch schon an dieser Stelle Vorsicht walten zu lassen erweist sich als durchaus richtig, wenn man bedenkt, daß es schon während eben dieser beiden Startrunden zu häßlichen Stürzen kam – wenngleich an anderer Stelle.

 

Als schwierig stellte sich auch, wie schon im vergangenen Jahr, die mit einer Abfahrt beginnende S-Kurve durch die Bahnunterführung in Bad Salzig heraus – vor allem, wenn mal blöderweise die falsche Straßenseite erwischt hat.

 

Im Anschluß dann endlich auf die gute alte B 9 und ab Richtung Koblenz. (Weitere Details zu Taktik, Technik etc. spare ich mir, zumal das ja auch noch nicht unbedingt meine Spezialthemen sind).

Ganz allgemein gehalten läßt sich sagen, daß meine wechselnden Vorderleute mit nicht immer konstantem Schritt unterwegs waren. So nimmt es auch nicht Wunder, daß ich Augen- und Ohrenzeuge vieler weiterer Stürze wurde. Insofern ebenso fast ein Wunder, daß es mich nicht selbst erwischt hat – zwischenzeitlich hatte ich noch Kontakt mit dem Fuß eines frisch gestürzten Teilnehmers…

Am Ortsende von Spay noch mal das S-Drama: links in die Abfahrt, unter der Brücke durch, rechts wieder rauf auf die B 9- und ich natürlich wieder auf der falschen Straßenseite -  also etwas Abbremsen (aber egal, weil die Gruppe hatte sich sowieso mal wieder aufgelöst), um dann bei der Wiederauffahrt vom breit aufgestellten Pulk bis fast Stillstand ausgebremst zu werden. Seufz! (Oder besser: Fluch!)

 

Kommen wir noch kurz zur Kopfsteinpflasterhölle von Rhens, bei der es leider mit Drüberrollen allein nicht getan war. Die Holperstrecke ist doch länger als gedacht – und natürlich viel rubbeliger als im jeweiligen Vorjahr.

 

Danach allerdings ging’s ruhiger weiter; als einziges ernsthaftes Hindernis sollte sich in Stolzenfels ein linkslastiger „Sonntagsradler“ herausstellen, der offenbar die Nähe meiner Gruppe suchte und uns auf unserer Straßenseite entgegenkam – von allen Mitgliedern der Gruppe mit entsprechender Kritik versehen…

 

Wenig später dann also Oberwerth und die erlösende Abzweigung Richtung Kernstadt Koblenz. Das 40-Kilometer-Schild – wir sind also gleich da!

 

Zieleinfahrt: um 15 Uhr 48 war das Rennen für mich also vorüber. Geschafft! Und das in einer Zeit von… unter 1:35? Auch wenn’s natürlich nicht rekordverdächtig ist und ich immer noch der Langsamste der Truppe bin, wollte ich’s erstmal nicht glauben. Es sollte sich allerdings später als wahr herausstellen. Ich muß auch zugeben, daß ich (wenige hundert Meter nach der Zielüberquerung gestoppt) nur 40,96 Kilometer auf der Uhr hatte…

 

Die restliche Zeit bis zur Rückfahrt um 19 Uhr 48 ließ ich im Biergarten bzw. später dann noch in (bzw. vor) der oben bereits Gaststätte am Eck gegenüber vom Hauptbahnhof.

 

Gegen 19 Uhr 30 war es Zeit, die Örtlichkeit zu wechseln, um mein Gepäck abzuholen und mich auf den Heimweg zu machen – den Rest der Geschichte ahnt ihr vielleicht: der Intercity nach Stuttgart sollte wieder mit einer üppigen Verspätung einfahren…

 

Fazit: Das war also nun mein erst zweites Rennen dieser Saison. Mit erheblichem Trainingsrückstand (wenig bis nix getan, schon gar nicht Technik, und dabei noch mäßiges Tempo) und angesichts „widriger“ Umstände (neue, noch ungefahrene Rollen wie auch Lager, Gegenwind, enge Kurven, unkonzentrierte Vorderleute, die vielen Stürze, Rhens, …) bin ich mit meiner Einsvierunddreißig ausnahmsweise ganz zufrieden. Zumal ich mir auch nicht mehr vorgenommen hatte (die Einsdreißig wären für den Anfang natürlich schön gewesen, aber wirklich eingeplant hatte ich’s für gestern nicht).

 

Zum Wetter: durchgehend trocken, wechselnd bewölkt oder bedeckt, mäßiger (aber meistens Gegen-)Wind, angenehme Temperaturen um die 20 °C, am Nachmittag etwas zugig (vielleicht lag’s am Schatten), gegen Abend aber wieder angenehmer bzw. mehr oder weniger windstill.

 

Ergebnisse (Plazierungen vorläufig)::

Steingräber, Daniel: Platz 5, brutto 1:14:44, netto 1:14:42

Hansen, Tilman: Platz 38, brutto 1:20:10, netto 1:19:59

Braun, Christian: Platz 146, brutto 1:34:08, netto 1:33:52.

 

 

Von: Christian Braun; verfasst am: 19. Mai 2014

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Stand: 1.8.2014