Berlin Marathon 2011

 

Unter dem Motto „3 Days, 2 Nights, 1 Race“ feierten 6572 Inlineskater aus 51 Nationen die 15. Auflage des Inline-Klassikers in der Hauptstadt und gaben wieder ein beeindruckendes Bild ab.

 

Wir machten aus den 3 Tagen gleich 4 und reisten schon Donnerstag in aller Herrgott Früh nach Berlin. Die erste S-Bahn brachte uns gerade noch rechtzeitig zum Flugplatz. Fliegen von Stuttgart nach Berlin ist wirklich nur ein Katzensprung. Kaum gestartet setzt der Flieger schon wieder zum Landen an.

In unserem Stammhotel schnell die Koffer abgestellt machten wir uns gleich auf zum Frühstück in einem der vielen Lokalen in Kreuzberg. Gut gestärkt ging es dann zu Fuß entlang den Kanälen zur East Side Galerie um zu sehen was an weiteren Bildern in den letzten zwei Jahren hinzugekommen ist. Auf einem der wenigen noch erhaltenen Mauerstücken pinseln und sprühen namhafte Künstler ihre Werke an die Wand. Auf dem Rückweg erhielten wir dann die telefonische Nachricht dass die geplante Radtour ausfällt. Schon irgendwie seltsam, - eine Wochen davor hieß es noch die Tour wäre überfüllt und wir ständen nur auf der Warteliste. Montag hatten wir dann eine definitive Zusage um zwei Stunden vor Start die Info zu erhalten dass wir die einzigen zwei Teilnehmer wären und daher die Tour ausfällt, wir aber am nächsten Tag ganz sicher teilnehmen könnten. Manche Tourorganisierer stehen den Berliner Politiker beim Meinungswechsel in nichts nach.

 

Der nächste Tag begann dann ebenfalls wieder sehr früh mit dem Besuch des ZDF Morgenmagazins. Nachdem ich letztes Jahr erfolglos geblieben bin hatte ich dieses Jahr mehr Glück und konnte 4 Karten für die Lifesendung ergattern.

Am Eingang stand Ben Wettervogel und versprach uns hoch und heilig ideales Wetter für das Inlinerennen am nächsten Tag (war bei den Aussichten auch einfach zu erfüllen ;-)) ). Da wir die ersten waren hatten wir mit den besten Sitzplätzen für die Lifesendung spekuliert. Als 5 Minuten vor dem Einlass dann jedoch ein ganzer Bus mit Rentnern auftauchte platzte unsere Hoffnung wie die Aktien an der Börse, denn die Sitzplätze wurden Denjenigen zugewiesen welche keine halbe Stunde am Stück stehen konnte und das war im Prinzip alle Insassen des Busses – alle FDP Mitglieder eines Ortsvereines wie sich später herausstellen sollte. Aber die uns zugewiesenen Stehplätze an der Theke stellten sich im Nachhinein als die besseren Plätze heraus, waren wir doch häufiger bei den Lifeschaltungen im Hintergrund zu sehen und hatten vor allem direkten Zugriff auf die Croissant. O.k. das brachte uns dann einen Rüffel vom ZDF-Team ein hatten, wir doch Teile der Dekoration aufgegessen, in Anbetracht dass wir noch kein Frühstück hatten schmeckten die Teile aber wirklich herrlich.

 

Anschließend ging es dann auf die Messe, Startunterlagen abholen , Ersatzchips besorgen, durch die Stände bummeln, Rollen, Kleidung und sonstiges Equipment kaufen oder einfach sich in der großen Skatefamilie mit Bekannten über vergangene Erlebnisse oder zukünftig geplante Touren zu unterhalten. Etwas Schmunzeln gab dann auch noch über Connys A-Block Starberechtigung. War Sie damit die Einzige der Stuttgarter Skater welche im Speedblock hätte starten dürfen während alle Anderen sich mit den Fitnessblöcken B bis D begnügen mussten.

 

Abends stand dann wieder unser Stammitaliener auf dem Programm, galt es doch die Kohlehydratspeicher nochmals aufzufüllen. Einen kurzen Absacker noch in der Kneipe um die Ecke und dann ging es in die Kojen um beim Saisonhöhepunkt auch wirklich ausgeschlafen zu sein.

 

Am Samstag gab es dann ein ausgiebiges Frühstück welches für den Einen oder Anderen auf der Sonnenterasse schon in einen Brunch überging.

Zeit bis zum Rennen am Nachmittag hatten wir ja genügend.

 

Während der A Block aufgrund der geforderten Bestzeit von unter 1:13 mit ca. 200 Skatern relativ leer war, war der B-Block mit geschätzten 1000 Skatern wieder brechend voll. Der schon bekannte Vorteil dieses Blockes ist dass die Masse der Skater welche oft in 4er Reihen nebeneinander Skaten eine solche Sogwirkung entsteht dass man ohne große Kraftaufwand zu Bestzeiten getrieben wird. Nachteil ist das deutlich erhöhte Sturzrisiko, da vielen Skatern die Rennerfahrung fehlt, manche ohne zu schauen von einer Reihe zur anderen wechseln, nicht richtig in eine Reihe „einsteigen“ können und so immer wieder Stürze auslösen. Auch dieses Jahr gab es im Spitzenfeld des B-Blocks viele Stürze, glücklicherweise keine solche Massenstürze der vergangenen Jahre.

Die Spitzengruppe des B-Blocks waren dann noch 140 Skater groß, welche mit einer Zeit von 1:13 ins Ziel kamen.

 

Bei den Frauen gewann mit Sabine Berg erstmalig seit 12 Jahren wieder eine Deutsche den Berlinmarathon. 1999 gewann Anne Titze dieses Rennen.

Zweite wurde Giovanna Turchiarelli vor Tina Strüver und Katharina Rumpus.

Sabrina Rossow wurde 15.

 

Die zweite Sensation gelang bei den Herren dem Franzosen Ewen Fernandez mit einem spektakulären Alleingang ab Kilometer 21. Mit mehr als einer Minute Vorsprung erreichte er in starken 1:01:26 h das Ziel auf der Straße des 17. Juni.
Zweiter wurde Roger Schneider vor Julien Levrard. Bester Deutscher war Felix Rijhnen auf Platz 8.Stefan Rumpus belegte Rang 22.

 

Die Afterskateparty fand dieses Mal in einer neuen Location statt. Das Maritim Hotel stellte seinen großen Konferenzraum für die Party zur Verfügung. Hier konnten nun alle welche sich nicht zu einen Doppelstart angemeldet hatten gemütlich ein Bier trinken und auch ausgiebig bis in den frühen Morgen Party machen. Die Location lag zudem noch so günstig dass man auf dem halbstündigen Fußweg zum Hotel wieder etwas nüchtern wurde.

 

Auch der Laufmarathon am Sonntag konnte mit einer Sensation aufwarten, gewann doch Patrick Makau aus Kenia in neuem Weltrekord von 2:03:38. Haile Gebrselassie musste leider bei km 35 das Rennen aufgeben. Auch die Plätze 2 und 3 belegten Läufer aus Kenia. Bester Deutscher war Sven Weyer auf Platz 25 mit einer Zeit von 2:19:06.

Bei den Frauen gewann Florence Kiplagat aus Kenia in 2:19:44 vor Irina Mikitenko aus Deutschland welche 2 Tage zuvor mit uns im ZDF Morgenmagazin war.

Auf dem Rückweg zum Hotel blieb dann noch ein kurzer Stopp am Checkpoint Charly bevor es dann mit Gepäck zum letzten Mal zum Flughafen Tegel ging. Nächstes Jahr empfängt uns dann der neue Flughafen Berlin-Brandenburg.

Beim Heimflug saß dann mit Rezzo Schlauch ein „Landsmann“ aus Hohenlohe neben mir. Die Flugzeit reichte zumindest zu einem kleinen Smalltalk über die Heimat Bächlingen, Langenburg und Raboldshausen sowie über die Probleme der Stuttgarter Skateszene.

 

Ideen für die Berlinreise 2012 gab es dann in der Sonntag Aktuell Ausgabe vom 2. Oktober. Ich glaube wir müssen nächstes Jahr schon mittwochs anreisen um all die Vorschläge umsetzen zu können.

 

 

Gruß

Bernd

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Stand: 1.8.2014